Lexikon
Tiefenpsychologie
eine um 1930 aufgekommene Sammelbezeichnung für verschiedene psychologische Forschungsrichtungen, die von der Psychoanalyse S. Freuds ausgehen und wie sie die bewussten seelischen Erlebnisse auf unbewusste, vorwiegend triebhafte und emotionale Regungen zurückführen, aber in vielen Punkten mehr oder weniger stark von ihr abweichen, z. B. bei C. G. Jung, der das menschliche Verhalten aus religiös-mystischer Sicht deutet; bei A. Adler, der die Ich-Zentrierung durch Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls zu überwinden hofft; bei V. Frankl, der die Existenzanalayse und Logotherapie in den Mittelpunkt rückt; bei K. Horney, die die Förderung sozialer und kultureller Aspekte für wesentlich hält.
Adler, Alfred
Alfred Adler
© Corbis/Bettmann/UPI
Wissenschaft
Immunzellen „Zusatz-Batterien“ verschafft
Der Kampf gegen Krebs kann sie schnell erschöpfen. Doch nun haben Forschende eine Möglichkeit entdeckt, T-Zellen entscheidend zu stärken, die bei Immuntherapien eingesetzt werden: Die Abwehrzellen können durch einen natürlichen Mechanismus mit mehr energieerzeugenden Mitochondrien ausgerüstet werden. Dabei übertragen...
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...
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