Wahrig Herkunftswörterbuch
Pranger
Nicht vom ursprünglich „prahlen“, später „prunken“ bedeutenden Verb prangen leitet sich der auch Schandpfahl genannte Pranger her: Als Ursprung wird vielmehr das
mhd.
Verb prangen angesehen, das „drücken, (be)klemmen“ bedeutete. Dem Angeprangerten war auch nicht nach Prunk zumute, denn seine Lage war beklemmend: Man hatte ihm, der ein Ehrverbrechen begangen hatte, ein Eisen um den Hals gelegt, das mit einer Kette an einem Holzpfahl oder einer Steinsäule – dem Pranger – befestigt war. Dies geschah mitten in der Stadt, etwa auf dem Kirch– oder Marktplatz. Der auf diese Weise zur Schau Gestellte durfte von allen geprügelt, beworfen und beleidigt werden. Auf dieser Grundlage entwickelte sich die Bedeutung von an den Pranger stellen bzw. anprangern, nämlich „bloßstellen, öffentlich scharf kritisieren“. 1853 versuchte man in Berlin ein letztes Mal, dieses mittelalterliche Strafritual wiederzubeleben.
Wissenschaft
Müllhalden stoßen mehr PFAS-Chemikalien aus als gedacht
Viele städtische Mülldeponien stoßen regelmäßig „Rülpser“ aus, bei denen Abgase vom Zerfall des Mülls in die Umwelt gelangen. Da auf den Deponien auch Produkte landen, die per- und polyfluorierte Alkylverbindungen – sogenannte PFAS-Chemikalien – enthalten, gelangen mit diesen Ausgasungen der Müllhalden auch diese Schadstoffe in...
Wissenschaft
Die Evolution des elektrischen Lichts
Der US-Ingenieur hatte jedoch viele Vordenker und Konkurrenten und nach ihm wurde sein Produkt mehrfach revolutioniert – bis hin zur heutigen LED-Technologie. von Rolf Heßbrügge Frank Dittmann schmunzelt über die so oft gestellte Frage nach dem wahren Erfinder. „Das elektrische Licht hat viele Väter“, sagt er, „aber egal wie man...