Lexikon
adiabạtische Entmagnetisierung
ein Verfahren, das den Temperaturbereich zwischen 0,25 K u. einigen Mikrokelvin zugänglich macht. Man unterscheidet die a. E. der magnetischen Momente der Atome (bis etwa 2 mK hinab) u. die a. E. der Kernmomente. Bei der adiabatischen Entmagnetisierung der Atome werden die Atomdipole einer vorgekühlten Substanz in einem Magnetfeld ausgerichtet. Vor dem Abschalten des Magnetfeldes wird die Probe von ihrer Umgebung thermisch isoliert. Um dann wieder einen Gleichgewichtszustand zu erreichen, entziehen die Atomdipole den Gitterschwingungen Energie, d. h., die Substanz kühlt sich ab. Die a. E. der Kernmomente erfolgt prinzipiell genauso, jedoch richtet man die Kernmomente statt der Atommomente aus. Die Starttemperaturen für die a. E. der Kerne liegt bei 10 mK, die Magnetfelder betragen rd. 10 Tesla.
D. S. Betts, Refrigeration and thermometry below 1 K. 1976. – O. V. Lounasmaa, Experimental principles and methods below 1 K. London. 1974.
Wissenschaft
Atome im Visier
Teilchen wie Atome oder Moleküle bei ihrer Bewegung nach dem Rhythmus der Quantenphysik zu beobachten, war lange undenkbar. Das hat sich geändert – dank der Technik des Quantengasmikroskops. von RALF BUTSCHER Wie verhalten sich einzelne Atome in einem Gas? Kapseln sie sich voneinander ab und führen ein distanziertes Eigenleben?...
Wissenschaft
Die DNA als zweite Geige
„Wir haben das Geheimnis des Lebens gefunden!“ Diesen Jubelschrei soll Francis Crick ausgestoßen haben, als er zusammen mit James Watson im Februar 1953 in eine Kneipe namens „Eagle“ gerannt kam, nachdem das Duo auf die Idee gekommen war, sich die Struktur des Erbmaterials DNA als Doppelhelix vorzustellen. Vermutlich hätte ihnen...