Lexikon
Tieftemperaturphysik
die Untersuchung des physikalischen Verhaltens von Stoffen bei sehr tiefen Temperaturen. Zur Erzeugung tiefer Temperaturen dienen vor allem verflüssigte Gase. Die wichtigsten Verfahren zur Verflüssigung von Luft, von (unter –80 °C vorgekühltem) Wasserstoff und von Helium (das mit flüssigem Wasserstoff vorgekühlt ist) beruhen auf der Temperaturerniedrigung bei adiabatischer Entspannung von Gasen (Joule-Thomson-Effekt). Mit flüssigem Helium, das man unter vermindertem Druck sieden lässt, können Temperaturen bis zu 1 Kelvin herab erreicht werden. Zur Herstellung noch tieferer Temperaturen nutzt man den magnetokalorischen Effekt. 1979 wurde in der Kernforschungsanlage Jülich eine Temperatur von 48 μK erreicht, 2003 am MIT in Boston eine Temperatur von 0,45 nK.
Aufgaben der Tieftemperaturphysik: Messungen spezifischer Wärmen u. a. Materialeigenschaften, die nach dem Nernst’schen Wärmetheorem in der Nähe des absoluten Nullpunkts ein besonderes Verhalten zeigen; Messungen aller Art, die bei höheren Temperaturen wegen der störenden Wärmebewegung (Brown’sche Molekularbewegung) nicht oder nur ungenau durchführbar sind; Experimente über Supraleitung und Suprafluidität des Heliums.
Wissenschaft
Eine für alle
Ameisen und Menschen leben in großen Gemeinschaften. Doch während wir unser Glück in verschiedenen Lebensformen suchen, folgen alle Ameisen dieser Welt einem altruistischen Verhalten als Leitmotiv. Das Kollektiv steht über allem. von PHOEBE KOPPENDORFER Sie riechen den Alarm. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich das olfaktorische...
Wissenschaft
Wie Mykorrhizapilze ihre Netzwerke optimieren
Mykorrhizapilze sind in der Natur von großer Bedeutung: Sie leiten pro Jahr etwa 13 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in den Boden und gehen mit den meisten Pflanzen eine Symbiose ein, die ihr Wachstum fördert. Eine neue Studie zeigt, dass die Pilze ihr Myzelnetzwerk wellenförmig ausbauen, um Kohlenstoff zu transportieren. Die...
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Urzeit-Raubtier aus Namibia
Alternde Affen
Ozeane als Quelle des Lebens
Aus Warm und Kalt wird Strom
Mehr als Bikinimedizin
Aufbläh-Fortbewegung entdeckt