Lexikon
Carnot’scher Kreisprozess
[karˈno:-]
Carnot-Prozessder wichtigste ideale Kreisprozess der Wärmelehre, von N. L. S. Carnot 1824 aufgestellt. Bei diesem Gedankenexperiment wird ein Gas in einem geschlossenen Gefäß reversibel einer Folge von vier Zustandsänderungen unterworfen, so dass der Endzustand gleich dem Anfangszustand ist: 1. isotherme Ausdehnung des Gases bei einer Temperatur T1, wobei eine Wärmemenge Q1 zugeführt wird; 2. adiabatische Ausdehnung mit Erniedrigung der Temperatur von T1 auf T2; 3. isotherme Kompression bei der Temperatur T2 unter Abgabe einer Wärmemenge Q2; 4. adiabatische Kompression zurück in den Anfangszustand. Die bei dem Prozess gewonnene Arbeit ist gleich der Differenz der Wärmemengen Q1–Q2. – Der Wirkungsgrad der Carnot-Maschine ist nach dem 2. Hauptsatz der Wärmelehre das Optimum, das reale Wärmekraftmaschinen erreichen können. Als Formel dargestellt, ist der Wirkungsgrad 

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