Lexikon
flüssige Luft
verflüssigte Luft; die Herstellung erfolgt nach dem Lindeverfahren. Dabei wird Luft zunächst auf ca. 200 bar verdichtet u. anschließend entspannt. Aufgrund des Joule-Thomson-Effekts kommt es zur Abkühlung der Luft. Durch vielmalige Wiederholung dieses Prozesses (Kreisprozess) kühlt sich die Luft bis zur Verflüssigung ab. In Niederdruckanlagen nach Linde-Fränkl kann die flüssige Luft auch bei 5–6 bar hergestellt werden. Sie findet Verwendung in geringen Mengen als Kühlflüssigkeit. Aus ihr können einzelne Komponenten abgetrennt werden (Luftzerlegung), die verschiedenen Zwecken dienen, z. B. Stickstoff als Schutzgas u. zur Ammoniaksynthese, Sauerstoff als Oxidationsmittel in der Schweißtechnik, Edelgase als Schutzgase.
Wissenschaft
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Teilchen wie Atome oder Moleküle bei ihrer Bewegung nach dem Rhythmus der Quantenphysik zu beobachten, war lange undenkbar. Das hat sich geändert – dank der Technik des Quantengasmikroskops. von RALF BUTSCHER Wie verhalten sich einzelne Atome in einem Gas? Kapseln sie sich voneinander ab und führen ein distanziertes Eigenleben?...
Wissenschaft
Schädlicher Putzmittelwahn
Weniger ist bei Reinigungsmitteln oft mehr – für die Umwelt und die Gesundheit. Denn die Produkte sind potenziell schädlich. Auch wie sie sich auf lange Zeit auswirken, ist wenig bekannt. von SUSANNE DONNER Für jeden Fleck das perfekte Mittel, verspricht die Industrie und lässt die Drogerieregale überquellen: Kraftschaum gegen...