Lexikon
Bodensanierung
Beseitigung oder zumindest Milderung von Bodenbelastungen, um die Schadstoffaufnahme durch Tiere und Kulturpflanzen sowie die Grundwasserkontamination zu verhindern. Der Boden soll am Standort wieder seiner ökologischen Bedeutung zugeführt werden. Bei der physikalischen Bodenbelastung werden Schadstoffe, wie Salze, durch Wasser ausgewaschen, flüchtige Stoffe abgesaugt, die Schadstoffkonzentrationen durch Mischung mit nicht belastetem Boden verdünnt, oder der Boden wird abgetragen (Substratsanierung) und andernorts, z. B. durch Verbrennung, gereinigt. Ziel der chemischen Bodensanierung ist die Immobilisierung der Schadstoffe durch bodeneigene Fällungsmittel, z. B. Phosphat für Bleiionen, und durch adsorbierende Stoffe, z. B. Humus. In der biologischen Bodensanierung werden Mikroorganismen eingesetzt, die organische Belastungsstoffe, wie z. B. Öl, für ihren eigenen Energiestoffwechsel nutzen und abbauen. Bei der Bodenentseuchung (Bodendesinfektion) werden pflanzliche oder tierische Schädlinge mit Wasserdampf oder Pestiziden bekämpft (Bodenbelastung).
Wissenschaft
Menschen lebten schon vor 150.000 Jahren im Regenwald
Vor rund 300.000 Jahren entwickelte sich der moderne Mensch in offenen Graslandschaften Afrikas. Von dort breitete er sich in die unterschiedlichsten Lebensräume aus. Dichte Regenwälder galten allerdings bislang als natürliche Barriere für frühe Vertreter unserer Spezies. Doch nun zeigen neu datierte Funde uralter Steinwerkzeuge...
Wissenschaft
Erzrausch am Meeresgrund
Der Umstieg auf saubere Energie hat in den Minen an Land schmutzige Konsequenzen. Wie sieht es beim Tiefseebergbau aus? von Martin Angler Sie liegen auf ausgedehnten Sandflächen und warten darauf, eingesammelt zu werden: faustgroße Gesteinsbrocken, die schwarzen Trüffeln ähneln. Diese Manganknollen sind seit Millionen von Jahren...