Lexikon
Burundi
Entwicklung seit der Unabhängigkeit
Langwierige innere Unruhen führten 1966 zur Abschaffung der Monarchie und zur Ausrufung der Republik. Bis 1976 stand das Land unter der Militärdiktatur des Tutsi Michel Micombéro. Die Spannungen zwischen den Ethnien nahmen zu und entluden sich schließlich 1972 in einem Massaker, dem fast 100 000 Hutu zum Opfer fielen. Auch in der Folgezeit bestimmte der ethnische Konflikt die Geschicke des Landes.
Ende der 1980er Jahre leitete der Tutsi Pierre Buyoya eine Demokratisierung ein. In einem Referendum stimmte die Bevölkerung 1992 einer neuen Verfassung zu. 1993 wurde der Hutu Melchior Ndadaye zum Präsidenten gewählt. Er wurde im gleichen Jahr ermordet. Daraufhin brachen erneut blutige Kämpfe zwischen den verfeindeten Volksgruppen aus. Der neue Präsident Cyprien Ntaryamira kam 1994 zusammen mit dem Präsidenten Rwandas bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Nach einem Putsch 1996 übernahm erneut Buyoya die Macht.
2000 einigten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung des südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela auf ein Friedensabkommen. Der Friedensprozess blieb jedoch fragil. 2003 übergab Buyoya das Präsidentenamt an den Hutu Domitien Ndayizeye. 2004 wurden UN-Friedenstruppen stationiert. Im folgenden Jahr fanden ein Verfassungsreferendum und Parlamentswahlen statt, die von der Hutu-Partei CNDD-FDD gewonnen wurden. Ihr Führer Pierre Nkurunziza wurde Staatspräsident.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Präkolonial- und Kolonialzeit
- Entwicklung seit der Unabhängigkeit
Wissenschaft
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