Lexikon
Ciguatẹra
[
si-
]tropische Fischvergiftung, die von etwa 300 Fischarten der karibischen See und des Pazifik hervorgerufen werden kann (u. a. von Koffer-, Drücker-, Doktorfischen, Brassen und Stachelmakrelen). Manche Fischarten sind nur zu bestimmten Jahreszeiten oder in bestimmten Meeresgebieten giftig. Das „Fischgift“, das physiologisch ein Cholinesterase-Hemmer ist, ist von der Magensäure zersetzbar und hitzeempfindlich. Seine chemische Struktur ist noch unbekannt; es soll von einer Blaualgen- oder Algenart stammen, die den Fischen als Nahrung dient und so, bei Raubfischen auch über eine Nahrungskette, in ihre Körper gelangt. Zu den Anzeichen einer Ciguatera gehören Krämpfe, Lähmungen, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Empfindungsstörungen, Schock u. a. Symptome; 2–3% der Fälle verlaufen tödlich.
Wissenschaft
Erstaunliche Zellteilung im Zahnbelag
Video: Das fadenförmige Bakterium Corynebacterium matruchotii teilt sich nach seiner Ausdehnung in einem Schritt in mehrere Zellen auf. © Scott Chimileski, MBL. Siehe Chimileski et al. (2024), PNAS. Normalerweise gilt: Aus einer Bakterienzelle werden zwei. Doch nun haben Forschende bei einem wichtigen Bewohner des menschlichen...
Wissenschaft
Schmale Verbindung genügt zur Kommunikation der Hirnhälften
Millionen von Nervenfasern verbinden unsere beiden Hirnhälften miteinander. Dabei sind unterschiedliche Teile dieser Brücke für unterschiedliche Funktionen und Hirnregionen zuständig. Wird diese Verbindung, der Corpus Callosum, durchtrennt, führt das zum sogenannten Split-Brain-Syndrom, das mit Wahrnehmungs- und...