Wahrig Herkunftswörterbuch
recht und billig
Erst seit dem 18. Jahrhundert hat etwas Billiges einen niedrigen Preis. In dieser Bedeutung wird das Adjektiv heute noch verwendet, jedoch mit immer deutlicheren abwertenden Untertönen (vgl. Wendungen wie das ist eine billige Ausrede). In den Jahrhunderten davor gebrauchte man es noch als Synonym für recht, drückte damit allerdings eine Bedeutungsnuance aus: Als Billigkeit galt das natürliche Rechtsempfinden, dem das in Gesetzen niedergelegte, kodifizierte Recht gegenüberstand. In der Zwillingsformel recht und billig „richtig und gerecht“, die seit dem 11. Jahrhundert belegt ist, schrieb man billig übrigens zunächst noch billich. Der billige Preis, den man für etwas bezahlte, war also ursprünglich ein Preis, der der Sache angemessen war und der dem Rechtsempfinden entsprach. Diese alte Bedeutung von billig ist heute nur noch in der Formel das ist nur recht und billig und in dem Verb billigen „gutheißen, für angemessen erachten“ erhalten.
Wissenschaft
Frühe Sternhaufen im galaktischen Bogen
In der Frühzeit des Kosmos waren die ersten Galaxien von intensiver Sternbildung geprägt. Jetzt haben Astronomen in einer solchen fernen Galaxie mithilfe des James-Webb-Teleskops fünf junge Sternhaufen entdeckt. Diese extrem dichten, sternreichen Ansammlungen existierten schon 460 Millionen Jahre nach dem Urknall und sind damit...
Wissenschaft
Triumph des Möglichen
Als Galileo Galilei seine Idee eines Buches der Natur verkündete, das in der Sprache der Geometrie verfasst sein müsse, machte er Gott zu einem Mathematiker, und viele denkende Menschen stimmten ihm zu. Sie stimmten ihm erst recht zu, nachdem Isaac Newton die Kräfte zwischen Massen mithilfe einer Formel – einem Naturgesetz in...