Wahrig Herkunftswörterbuch

Zwickmühle

der Zweitbestandteil dieser seit dem 15./16. Jh. gebräuchlichen Zusammensetzung bezieht sich auf das Mühlespiel, und der Erstbestandteil geht auf das Zahlwort zwei bzw. die dazugehörige Vorsilbe Zwie zurück; das demnach eigtl. „Zwei bzw. Zwiemühle“ bedeutende Wort referiert auf jene Stellung der Spielsteine, bei der mit jeweils einem Zug eine Mühle geöffnet und eine andere geschlossen wird; da jedes Schließen einer Mühle den Gegenspieler einen seiner Spielsteine kostet, ist dem Spiel oft ein baldiges Ende zu dessen Ungunsten beschieden; der lautliche Wandel von Zwie nach Zwick erfolgte wohl unter Einfluss des Adjektivs verzwickt „schwierig, verwickelt“
Frau, Schmerzen
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