Lexikon
Gemeinwirtschaft
Sammelbezeichnung für wirtschaftliche Tätigkeiten, die auf die Förderung des Wohls einer übergeordneten Gesamtheit (auf das Gemeinwohl) ausgerichtet sind. Sie zielen auf die Verwirklichung einer von dieser Gesamtheit für objektiv verbindlich gehaltenen Idee über wünschenswerte Formen des menschlichen Zusammenlebens.
Im geschichtlichen Ablauf sind sehr unterschiedliche Varianten gemeinwirtschaftlicher Systeme entstanden. Nicht nur in Deutschland hat sich in der wissenschaftlichen Diskussion eine marktwirtschaftlich-pluralistische Gemeinwirtschaftskonzeption durchgesetzt, die sich von den sozialistischen Varianten abkehrt. Als Gemeinwirtschaft bezeichnet man jetzt die Gesamtheit der gemeinwirtschaftlichen Unternehmen, d. h. der am Allgemeinwohl orientierten bzw. im „öffentlichen Interesse“ wirkenden Marktunternehmen. Hier zeigen sich drei wichtige Unterschiede zu alten Gemeinwirtschaftsvorstellungen: keine Identifizierung von Gemeinwirtschaft und Planwirtschaft, Gemeinwirtschaft und staatswirtschaftlichem System und Gemeinwirtschaft und Staatseigentum.
Wissenschaft
Gläserne Federn fürs Ohr zum Allaus reinem Glas
Forscher entwickeln einen neuen Detektor für Gravitationswellen – das Einstein-Teleskop. Sein Kernstück sind Sensoren aus purem Glas. von ANDREAS THOSS und PASCAL BIRCKIGT Gravitationswellen sind bizarre Erscheinungen: periodische Verzerrungen von Raum und Zeit, die mit Lichtgeschwindigkeit das Weltall durchziehen – ausgelöst...
Wissenschaft
Wie individuelle Neurostimulation Parkinson-Symptome lindert
Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, leiden unter dem charakteristischen Zittern ihrer Hände und Beine. Die Symptome schränken ihren Alltag stark ein. Künftig könnten diese Beschwerden mittels einer intelligenten Tiefenstimulation des Gehirns deutlich reduziert werden, wie Neurowissenschaftler herausgefunden haben. Das Neue...