Wahrig Herkunftswörterbuch
Essig
Säure wird in den meisten Redewendungen als nicht unbedingt vorteilhaft empfunden, weder beim sauren Gesicht, das man macht, noch beim säuerlichen Grinsen, und auch nicht beim Sauersein, beim Biss in den sauren Apfel oder wenn es gleich Saures gibt. Essig (und umso mehr seine Essenz) wiederum hat eine besondere Säure, die – wie man etwa beim Entkalken von Wasserkochern immer wieder staunend feststellt – durchaus reinigende Kraft hat. Diese ist jedoch nicht gemeint, wenn man damit ist es Essig sagt und „nun ist diese Hoffnung vorbei“ meint. In dieser Wendung geht es um den Wein, der zu lange gärt und dadurch zu ungenießbarem Essig wird. Auch der Wendung zu Essig werden „missglücken“ liegt das Umkippen des Weins zugrunde, das aus einer höchst erbaulichen Sache, auf deren Genuss man sich freut, etwas zutiefst Unangenehmes und Enttäuschendes macht. Und um auf das anfangs erwähnte saure Gesicht zurückzukommen: mancherorts – etwa im Rheinland oder in Sachsen – wird einem gesagt, dass man ein Gesicht wie Essig bzw. wie ein Essigtopf mache, wenn man allzu verdrießlich dreinschaut.
Wissenschaft
Spechte grunzen beim Aufschlag wie Tennisspieler
Spechte hämmern mit enormer Wucht auf Holz ein. Als Werkzeug dient ihnen dabei aber nicht nur ihr Schnabel, sondern der ganze Körper, wie Forschende herausgefunden haben. Demnach spannen die Vögel zahlreiche Muskeln in ihrem ganzen Körper an, um sich zu stabilisieren, und verwandeln sich so in einen lebenden Hammer. Gleichzeitig...
Wissenschaft
Zurück zu den Ursprüngen
Auf der Jagd nach den fernsten Galaxien. von RÜDIGER VAAS Jung zu sein, ist bekanntlich relativ. Ein Mensch wie Maisie ist es beispielsweise mit neun Jahren – zumindest aus dem Blickwinkel typischer Leser von bild der wissenschaft. Eine Galaxie ist es mit 300 Millionen Jahren – zumindest aus der Perspektive menschlicher...