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LEXIKON

Geothermie

[griechisch]
die Nutzung der Erdwärme als Energiequelle; zur Zeit nur dort sinnvoll, wo dicht unter der Erdoberfläche aufgeheizte Bodenformationen vorliegen. Die in der Erdwärme steckende Energie wird als praktisch unerschöpflich angesehen. Die Energie stammt aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems, als durch Verdichtung von Massenteilchen die Erde entstand. Technisch nutzbar sind heiße Wasser- bzw. Wasserdampfquellen wie die Geysire, die Mofetten, die Fumarolen, die Solfataren oder die Soffionen und die geothermischen Lagerstätten wie Lava, magmatische Kammersysteme und trockene heiße Tiefengesteine.
Die Nutzung der Erdwärme berührt die Gebiete der Umwelt, der Bohrtechnik und der Korrosion. Als bodennahe Geothermie wird die Nutzung der Erdreichwärme durch im Boden verlegte Rohrschlangen als Wärmetauscher und Verwendung von Wärmepumpen bezeichnet.
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