Lexikon
Glockenbecher-Kultur
eine prähistorische Kulturgruppe des ausgehenden Neolithikums, die im Bereich des westlichen Mittelmeeres und Nordafrikas sowie in Westeuropa verbreitet war. Ihre Vertreter verfügten über die Kenntnis der Kupfermetallurgie; charakteristisch sind die sog. Glockenbecher (glockenförmige, meist verzierte Tongefäße), steinerne Armschutzplatten, kleine Kupferdolche und Schmuck aus Kupfer, Gold, Bernstein und Knochen. Diese Funde sind meist Grabbeigaben. Die Toten wurden, anders als die einheimischen Bevölkerungsgruppen, einzeln und in hockender Stellung begraben. Datiert wird die Glockenbecher-Kultur um das Ende des 3. und zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr.
Wissenschaft
Asteroid Ryugu: Doch nicht so weit gereist?
Er galt bisher als ein exotischer Einwanderer aus dem Randbereich unseres Sonnensystems. Doch nun stellen neue Untersuchungsergebnisse von Probematerial des Asteroiden Ryugu die bisherigen Vorstellungen seiner Entstehungsgeschichte sowie die seiner Verwandtschaft infrage. Die unterschiedlich kohlenstoffreichen Asteroiden sind...
Wissenschaft
Energiekrise im Gehirn
Ablagerungen des Amyloid-Proteins im Gehirn sind charakteristisch für die Alzheimer-Erkrankung. Es mehren sich Hinweise, dass außerdem die Mitochondrien, also die Energieversorger unserer Zellen, eine bedeutende Rolle im Krankheitsverlauf spielen. von CINDY HEMPP Es ist der 3. November 1906, als Alois Alzheimer bei der 37....