Lexikon
Glockenbecher-Kultur
eine prähistorische Kulturgruppe des ausgehenden Neolithikums, die im Bereich des westlichen Mittelmeeres und Nordafrikas sowie in Westeuropa verbreitet war. Ihre Vertreter verfügten über die Kenntnis der Kupfermetallurgie; charakteristisch sind die sog. Glockenbecher (glockenförmige, meist verzierte Tongefäße), steinerne Armschutzplatten, kleine Kupferdolche und Schmuck aus Kupfer, Gold, Bernstein und Knochen. Diese Funde sind meist Grabbeigaben. Die Toten wurden, anders als die einheimischen Bevölkerungsgruppen, einzeln und in hockender Stellung begraben. Datiert wird die Glockenbecher-Kultur um das Ende des 3. und zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr.
Wissenschaft
Taktgeber Mond
Der Mond bewegt nicht nur die Wassermassen der Meere. Auch viele Meeresbewohner richten sich nach ihm aus. Von Wiebke Pfohl Es ist der 11. Oktober 1492, Christoph Kolumbus und seine Mannschaft von der Santa Maria beobachten ein Phänomen, das Forschende erst Jahrhunderte später aufklären werden. Gegen 10 Uhr abends, vier Stunden...
Wissenschaft
Wie viel Energie die Fortpflanzung kostet
Während der Schwangerschaft verbraucht die werdende Mutter mehr Energie. Ein Teil dieser Energie fließt direkt in den ungeborenen Nachwuchs und ermöglicht dessen Wachstum. Doch zusätzlich hat die Mutter auch indirekte Kosten: Ihr Stoffwechsel erhöht sich, sie bildet energieintensive Strukturen wie die Plazenta und muss überdies...