Lexikon

Glockenbecher-Kultur

eine prähistorische Kulturgruppe des ausgehenden Neolithikums, die im Bereich des westlichen Mittelmeeres und Nordafrikas sowie in Westeuropa verbreitet war. Ihre Vertreter verfügten über die Kenntnis der Kupfermetallurgie; charakteristisch sind die sog. Glockenbecher (glockenförmige, meist verzierte Tongefäße), steinerne Armschutzplatten, kleine Kupferdolche und Schmuck aus Kupfer, Gold, Bernstein und Knochen. Diese Funde sind meist Grabbeigaben. Die Toten wurden, anders als die einheimischen Bevölkerungsgruppen, einzeln und in hockender Stellung begraben. Datiert wird die Glockenbecher-Kultur um das Ende des 3. und zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr.
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