Lexikon
Histọrikerstreit
in den 1980er Jahren öffentliche Auseinandersetzung in der deutschen Geschichtswissenschaft über die Frage der Singularität und Unvergleichbarkeit der nationalsozialistischen Judenvernichtung; ausgelöst wurde der Historikerstreit durch die Thesen des Historikers E. Nolte, der die Frage aufwarf, ob es einen Zusammenhang zwischen der Judenvernichtung der Nationalsozialisten und deren Angst vor dem „Klassenmord“ des Bolschewismus gebe. Die Thesen Noltes führten zu einer Replik von J. Habermas, in der dieser „apologetische Tendenzen“ in der deutschen Zeitgeschichtsschreibung verurteilte, die eine kritische Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich verhinderten. Daraus entwickelte sich eine breite publizistische Debatte über die Frage nach dem Ort des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte und über das politische Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland.
Wissenschaft
Einbrechen im Dienste der Wissenschaft
Ein Freiburger Kriminologen-Team schickt echte Einbrecher auf virtuelle Beutetour, um bei der Tat live über die Schulter blicken zu können. von ROLF HEßBRÜGGE und SALOME BERBLINGER Es ist dunkel, und nur hinter wenigen Fenstern brennt Licht. Ich gehe langsam die Straße entlang, vorbei an Einfamilienhäusern mit Backsteinfassade....
Wissenschaft
Der wahre Bodenschatz
Die Böden in Deutschland und Europa seien krank, heißt es. Stimmt das? Nein, sagen Experten, den Böden gehe es besser als gedacht. Allerdings gibt es Bedrohungen wie Erosion oder Bodenmüdigkeit. Jetzt nehmen Forscher den Kampf dagegen auf. von TIM SCHRÖDER Wenn man mit dem Zug durch Deutschland reist und aus dem Fenster blickt,...