Lexikon

Hügelgräberkultur

von Ostfrankreich bis zum Karpatenbecken verbreitete Kultur der mitteleuropäischen Bronzezeit (etwa 1550 bis 1200 v. Chr.) mit mehr oder weniger ausgeprägten lokalen Besonderheiten. Ein Kulturzentrum lag westlich des Rhein; ein anderes, sehr reiches, auf beiden Seiten der oberen Donau, in Bayern, Österreich, dem südlichen Böhmen und Südthüringen; ein dritter Kulturkreis war die Lausitzer Kultur in Ostdeutschland und Westpolen. Gemeinsam waren ein gleiches Totenritual, gewisse formale Übereinstimmungen der materiellen Hinterlassenschaften, eine überregionale Bronzeindustrie und weit reichende Handelsbeziehungen und Kulturkontakte. Von der Siedlungs- und Wirtschaftsweise weiß man wenig. Männer und Frauen wurden in ihrer Tracht, mit Waffen und Schmuck in Grabhügeln, oft zusätzlich durch einen Baumsarg oder Steineinbauten geschützt, beigesetzt.
Ringheiligtum, Pömmelte
Wissenschaft

Der heilige Ring

Auf der Schwelle vom Neolithikum zur Bronzezeit befand sich im heutigen Sachsen-Anhalt ein wichtiges religiöses Zentrum – ein Ringheiligtum von beachtlichen Ausmaßen, erbaut von den Glockenbecherleuten, die ab 2400 v. Chr. hierher eingewandert waren. von DAVID NEUHÄUSER Vor rund 7.500 Jahren begannen Menschen in Mitteleuropa mit...

Schwarze Löcher, Universum
Wissenschaft

Das Matrjoschka-Multiversum

Besteht der Kosmos aus zahllosen Universen – in Schwarzen Löchern ineinander geschachtelt wie bei russischen Puppen? von RÜDIGER VAAS Dass unser Universum in etwas Umfassenderes eingebettet sein könnte, ist ein alter Gedanke. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal hat beispielsweise schon vor 1662 überlegt, ob...

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