Lexikon
Hügelgräberkultur
von Ostfrankreich bis zum Karpatenbecken verbreitete Kultur der mitteleuropäischen Bronzezeit (etwa 1550 bis 1200 v. Chr.) mit mehr oder weniger ausgeprägten lokalen Besonderheiten. Ein Kulturzentrum lag westlich des Rhein; ein anderes, sehr reiches, auf beiden Seiten der oberen Donau, in Bayern, Österreich, dem südlichen Böhmen und Südthüringen; ein dritter Kulturkreis war die Lausitzer Kultur in Ostdeutschland und Westpolen. Gemeinsam waren ein gleiches Totenritual, gewisse formale Übereinstimmungen der materiellen Hinterlassenschaften, eine überregionale Bronzeindustrie und weit reichende Handelsbeziehungen und Kulturkontakte. Von der Siedlungs- und Wirtschaftsweise weiß man wenig. Männer und Frauen wurden in ihrer Tracht, mit Waffen und Schmuck in Grabhügeln, oft zusätzlich durch einen Baumsarg oder Steineinbauten geschützt, beigesetzt.
Wissenschaft
Wie Fledermäuse Zusammenstöße vermeiden
Fledermäuse können in großen Schwärmen aus tausenden Tieren auf engem Raum fliegen, ohne dabei in der Luft zusammenzustoßen. Wie ihnen das gelingt, haben nun Biologen herausgefunden. Demnach passen die Tiere sowohl ihre Flugbewegungen als auch die Rufe ihrer Echoortung an die herausfordernde Situation beim abendlichen...
Wissenschaft
Hat Altern einen Sinn?
Es gibt Sätze, die werden so oft benutzt, dass ihre Wirkung sich inzwischen abgenutzt hat. In der Bioforschung besteht diese Gefahr für den berühmten Satz „Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution“. Im Jahr 1974 wählte der in der heutigen Ukraine geborene US-Genetiker Theodosius Dobzhansky ihn als Titel...