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LEXIKON

Hndertwasser

Friedensreich, eigentlich Friedrich Stowasser, österreichischer Maler und Grafiker, * 15. 12. 1928 Wien,  19. 2. 2000 (auf einer Kreuzfahrt); vom Wiener Jugendstil (G. Klimt, E. Schiele) und P. Klee beeinflusst, entwickelte er einen Malstil, der durch spiralförmige oder mosaikartige Formen und leuchtende Farbgebung (meist Rot-, Blau-, Grün- und Goldtöne) gekennzeichnet ist und der gegenständliche und abstrakte Motive miteinander verbindet. Schon früh trat er mit verschiedenen Projekten und Happenings für eine Architektur ein, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren sollte (1958 „Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus in der Architektur“; 1967 Nacktauftritt als Protest gegen die Unmenschlichkeit der genormten Stadtarchitektur); nach seinen Entwürfen wurden ab den 1980er Jahren unterschiedliche Bauvorhaben umgesetzt, deren Hauptmerkmale die ökologische Einbindung in die Natur, geschwungene Formen und bunte Fassaden sind. Hauptwerke: Rosenthal-Fabrik in Selb, 19801982; Hundertwasser-Haus in Wien, 19831985; Fernwärmewerk Spittelau in Wien, 19881997; Kirche St. Barbara in Bärnbach, 19871988; Autobahnrasthaus Bad Fischau, 19891990; Kunsthaus Wien, 19891991; Wohnanlage „In den Wiesen“ in Bad Soden am Taunus, 19901993; „Wohnen unterm Regenturm“ in Plochingen, 19911994. Kur- und Thermenanlage in Bad Blumau, 19931997; Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, 19992001.
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