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LEXIKON

Klee

Paul, schweizerischer Maler und Grafiker, * 18. 12. 1879 Münchenbuchsee bei Bern,  29. 6. 1940 Muralto bei Locarno; 1906 Schüler von F. von Stuck in München, wo er durch die Freundschaft mit den Künstlern des „Blauen Reiters“ (seit 1911) geprägt wurde. Ferner erhielt er Anregungen durch die neuere französische Malerei (R. Delaunay, P. Cézanne, H. Matisse) sowie durch V. van Gogh. Auf einer 1914 zusammen mit A. Macke und L. Moilliet unternommenen Tunis-Reise fand Klee zu einem abstrahierenden Bildaufbau, in dem neben grafischen Elementen die Farbe selbst zum Gegenstand der Malerei wurde. 19221930 wirkte er als Lehrer am Bauhaus, danach (bis zur Entlassung 1933) an der Akademie in Düsseldorf; Emigration nach Bern. Im nationalsozialistischen Deutschland galten seine Werke als „entartet“. Klees Stil ist durch ein starkes spielerisches Element gekennzeichnet, das dem Surrealismus verwandt ist und eine eigene Symbolsprache besitzt. Seine bevorzugten Techniken sind zarte Federzeichnungen und luftige Aquarelle mit mosaikhafter Farbigkeit. Ähnlich wie die Kunst P. Picassos bildet das Werk Klees eine Synthese gegenständlich-inhaltlicher und abstrakter Tendenzen und beeinflusste zahlreiche Künstler des 20. Jahrhunderts. Er verfasste zahlreiche kunsttheoretische Schriften, u. a. „Über die Moderne Kunst“ 1924; „Pädagogisches Skizzenbuch“ 1925; „Das bildnerische Denken“ postum herausgegeben 1956.
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