Wissensbibliothek
Was bewirkt die »unsichtbare Hand«?
Sie regelt Angebot und Nachfrage. Smiths 1776 erschienenes Hauptwerk »Der Wohlstand der Nationen« übertrug die Gedanken des ersten Werkes auf die Entwicklung einer ganzen Gesellschaft. Dem rohen Jägerdasein folge ein zweites Stadium der nomadischen Landwirtschaft und eine dritte Phase der feudalen Agrargesellschaft. Die höchste Stufe sei mit dem Wirtschaftsliberalismus erreicht. Unter vollkommenen Bedingungen rufe die Konkurrenz der Individuen unbeabsichtigt das Phänomen der »unsichtbaren Hand« hervor. Aus der Verfolgung des Eigeninteresses entstehe so Harmonie in Wirtschaft und Gesellschaft, der Volkswohlstand steige an.
Adam Smith wandte sich mit seiner Lehre sowohl gegen die Merkantilisten als auch gegen die Physiokraten. Aber auch restriktive Eingriffe des Staates in das Wirtschaftsleben, etwa durch die Vergabe von Monopolen, kritierte er. Damit lieferte er die wissenschaftliche Begründung für das Selbstverständnis der bürgerlichen Gesellschaft, die sich gerade herauszubilden begann, und erlangte große Bedeutung für die Durchsetzung des Kapitalismus mit seinen Idealen der ökonomischen Selbstverantwortung, des Freihandels und der internationalen Arbeitsteilung.
Akkus für die Tonne
Seit Kurzem gibt es Batterien, die biologisch abbaubar sind. Manche sind sogar essbar. Doch wie leistungsstark sind solche Zellen? Und wo lassen sie sich einsetzen? von ROLF HEßBRÜGGE Handelsübliche Batterien sind das Gegenteil von umweltverträglich: Sie bestehen in der Regel aus einem Stahlgehäuse. Darin schwappt ein Elektrolyt...
Heiße Flecken in der Tiefsee
In einigen Regionen der Ozeane quillt heißes Wasser aus dem Meeresboden hervor. Diese hydrothermalen Quellen sind nicht nur einzigartige Lebensräume für exotische Tiere und speziell angepasste Mikroorganismen, sondern bergen auch viele von der Industrie begehrte Rohstoffe. von THERESA GUGGOLZ Als ein Team aus französischen und US...