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21. April 2002
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Magdeburg
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Magdeburg: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt büßt die bisher regierende - von der PDS tolerierte - SPD mehr als 15 Prozentpunkte im Vergleich zu den Landtagswahlen von 1998 ein und sackt von 35,9 auf 20,0% ab. Die CDU gewinnt im selben Umfang hinzu und erreicht 37,3% (1998: 22,0%). Sie strebt eine Koalition mit der FDP an, die mit einem Stimmenanteil von13,3% (4,2%) nach acht Jahren in den Landtag zurückkehrt. Die PDS steigert sich von 19,6 auf 20,4%, die Schill-Partei schafft nach ihrem Hamburger Triumph im September 2001 mit 4,5% diesmal nicht den Einzug ins Parlament. Die im Bund mit der SPD regierenden Grünen verfehlen mit 2,0% (3,2%) erneut den Sprung in den Landtag. Die Wahlbeteiligung beträgt nur 56,5%, 15 Prozentpunkte weniger als 1998. Die neue Sitzverteilung: CDU 48 Sitze, SPD 25, PDS 25 und FDP 17 Sitze. CDU-Chef Wolfgang Böhmer nimmt am 24 April Gespräche mit der FDP auf, um über eine zukünftige Regierung zu verhandeln. Für die rot-grüne Koalition auf Bundesebene bedeutet dies den endgültigen Verlust der Mehrheit im Bundesrat.
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