Lexikon
Industriesoziologie
die spezielle Soziologie der industriellen Gesellschaft; um 1900 entstanden, befasste sie sich zunächst mit den grundlegenden Veränderungen in Sozialgebilden, Orientierungen und Verhaltensweisen, die durch die neue industrielle Produktionsweise entstanden. Industriesoziologie konzentrierte sich später stärker auf die Tatsachenanalyse, u. a. auf Problemkomplexe wie wechselseitige Beeinflussung von sozialen Prägungen oder Bedürfnisstrukturen und arbeitstechnisch bedingter Formung des Einzelnen; Umstrukturierungsprozesse im System der Berufe und deren Wechselwirkung auf die sozialen Statusverhältnisse; herrschaftsstrukturelle Wechselwirkung von Arbeit und Sozialleben; Modernisierung ganzer Gesellschaften, z. B. Entwicklungsländer.
Wissenschaft
Uralte Genmutation macht Pferde so ausdauernd
Schon lange bevor Pferde domestiziert wurden, zeichneten sie sich durch eine außergewöhnliche Kraft und Ausdauer aus. Nun sind Forschende ihrem Geheimnis auf die Spur gekommen: Verantwortlich ist demnach eine Punktmutation in einem Gen, das an der Energieversorgung der Muskeln beteiligt ist. Dadurch können Pferde sowie verwandte...
Wissenschaft
Entspannt im Großstadtdschungel
Lärm, dichte Bebauung, schlechte Luft – der Alltag in der Großstadt erzeugt Stress. Dagegen helfen neue Konzepte von Stadtforschern und Umweltpsychologen. von EVA TENZER Seit 2008 leben weltweit mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Und die Urbanisierung schreitet voran. Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO...