Lexikon

Jinịsmus

[
dʒ-
]
Dschinismus; Jainismus
eine Weltreligion, die nach dem Ehrentitel Jina („Sieger“) ihres Stifters bzw. Neubegründers Vardhamana ( ca. 539–467 v. Chr.) benannt ist, der auch Mahavira („großer Held“) heißt. Diese Mönchsreligion umfasst die beiden Hauptrichtungen der konservativen, unbekleidet gehenden Digambaras (Sanskrit „Luftbekleidete“) und der gemäßigteren, bekleidet lebenden Shvetambaras („Weißgekleidete“). Erlösung aus dem Daseinskreislauf wird durch strengste Askese – u. U. bis zum Todesfasten – und Meditation erlangt. Der Erlöste (Siddha) besitzt unendliches Wissen und große Kraft. Das erste Gebot, selbst kleinste Lebewesen in Erde, Luft und Wasser nicht zu verletzen (ahimsa), bestimmt insbesondere die Berufswahl der heute ca. 3,6 Mio. Jainas in Gujarat (Indien).
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