Lexikon
Kennungswandler
Kennungswandler
Kennungswandler
Föttinger-Drehmomentwandler
© wissenmedia
eine Vorrichtung zum Umwandeln der Motorcharakteristik (Kennung). Der heute für Straßenfahrzeuge verwendete Verbrennungsmotor muss im Leerlauf angelassen werden und gibt seine jeweilige Höchstleistung nur innerhalb eines engen Drehzahlbereichs ab; daher braucht man eine Zusatzeinrichtung, durch die die Motorcharakteristik in die jeweils günstigste umgewandelt wird. Man unterscheidet Drehzahlwandler, die nur die Drehzahl verändern und dabei eine der Drehzahldifferenz entsprechende Leistungsdifferenz (nutzlos) in Wärme umsetzen, und Drehmomentwandler, bei denen Drehzahl und Drehmoment gleichzeitig so verändert werden, dass die Leistung (abgesehen von kleineren Verlusten) unverändert bleibt.
Die Funktion des Drehzahlwandlers übernimmt beim Kraftfahrzeug die Kupplung. Die Drehmomentwandlung findet im Getriebe statt. Der am häufigsten verwendete Drehzahlwandler ist die Reibungskupplung, die man zum Anfahren und zum Gangwechsel bei den meisten Kraftwagen benutzt. (Das „Schleifenlassen“ der Kupplung ergibt Leistungsverlust und erhitzt die aufeinander gleitenden Kupplungshälften.) Die Reibungskupplung kann vom Fahrer unmittelbar durch das Kupplungspedal aus- und durch die in die Kupplung eingebaute(n) Kupplungsfeder(n) eingerückt werden. – Automatische Kupplungen (Kupplungsautomaten) besorgen das Aus- und Einrücken abhängig von der Motordrehzahl, ohne dass der Schalthebel für die Gänge des Wechselgetriebes betätigt wird. Das Kupplungspedal fällt weg. – Neben den einfachen, durch Federkraft eingerückten Reibungskupplungen gibt es noch ähnlich wirkende Bauarten mit magnetischer Kupplungskraft (Magnetkupplung) und Magnetpulverkupplungen. Bei Letzteren befindet sich zwischen den Kupplungshälften Eisenpulver, das im Magnetfeld eine mehr oder weniger feste Verbindung zwischen den Hälften bildet. – Hydraulische (Föttinger-)Kupplungen enthalten dicht zusammengebaut eine Pumpe und eine Turbine. Die Leistung wird durch die Flüssigkeitsströmung übertragen. Die Differenzleistung, die wie bei der Reibungskupplung der Drehzahldifferenz entspricht, muss auch hier in Wärme umgesetzt werden, die aber durch die Flüssigkeit leichter nach außen übertragen werden kann. Ohne Drehzahldifferenz kann die Flüssigkeitskupplung – im Gegensatz zur Reibungskupplung – kein Drehmoment, also auch keine Leistung übertragen. Ein „Fassen“ der Kupplung ist nicht möglich, es ist stets „Schlupf“ vorhanden.
Während die Drehzahlwandler das Anfahren ermöglichen und den Gangwechsel erleichtern, sind die Drehmomentwandler dazu da, die Motorleistung bei den verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten optimal auszunutzen. Die verbreitetste Bauart sind die Zahnradwechselgetriebe (oft nur als Getriebe bezeichnet). Sie können als Vorgelege- oder als Planetengetriebe gebaut sein.
Wissenschaft
Megatsunami mit tagelangem Nachspiel
Bis zu 200 Meter hoch türmte sich die Monsterwelle nach dem Bergsturz auf: Ein Forschungsteam berichtet über einen gigantischen Tsunami in einem unbewohnten Fjord Grönlands, der zu einem interessanten Wellen-Phänomen geführt hat: Es bildete sich eine sogenannte Seiche-Welle, die sich mehr als eine Woche lang zwischen den Ufern...
Wissenschaft
Rekord-kleine Samen-Verbreiter: Kellerasseln
Vögel und Säugetiere sind dafür bekannt, Früchte zu fressen und anschließend die darin enthaltenen Samen zu verbreiten. Doch diese Rolle können auch eher überraschend wirkende Wesen übernehmen, berichten Forschende: Sie haben die Kellerassel als das nun kleinste bekannte Tier identifiziert, das Pflanzensamen verbreitet, die zuvor...
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die Gebrechlichkeit des Genoms
News der Woche 14.06.2024
Der Sinn des Vergessens
Immunsystem mit Schlagkraft
Der Start ins Leben
Jahr des Drachen