Lexikon
Konservativịsmus
[
Konservatismuslateinisch
]eine sich am geschichtlich Gewordenen orientierende Einstellung. Die konservative Haltung ist nicht mit der reaktionären zu verwechseln, auch wenn beide häufig ineinander übergehen. Der Konservativismus begreift Geschichte als fortwirkende Vergangenheit und ist bemüht, ihren Kräften auch in moderner Form zur Wirksamkeit zu verhelfen. – Die konservative, historisch-organische Staatsauffassung entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch E. Burke, der im Staat eine Institution sah, die auf der Verbindung von Tradition und der Wirksamkeit der gegenwärtig Lebenden in Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen beruhe; er stellte die zeitgemäße, reformerische Weiterentwicklung überkommener Einrichtungen der (Französischen) Revolution entgegen. Als Vertreter deutscher konservativer Gedankengänge im 19. Jahrhundert bemühte sich F. J. Stahl um die Kontinuität sittlicher Werte auf der Grundlage von Gewaltenteilung und Verfassung gegen die Willkür von Seiten der Fürsten wie auch seitens des souveränen Volks. Diese gegen überspitzten Nationalismus und revolutionären Umsturz gerichtete Haltung bestimmt auch die Politik der modernen konservativen Parteien. Reaktion, Restauration.
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Leben im Extremen
Am Meeresboden und im Weltraum: Manche Mikroorganismen besiedeln unwirtliche Umgebungen.
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