Lexikon

Kosmologie

[
griechisch
]
die Lehre vom Aufbau des Weltalls und von seiner Einordnung in Raum und Zeit. Sie umfasst die weitergehenden Fragen, zu denen die astronomische Wissenschaft führt und auf die es meist nur hypothetische Antworten gibt, einschließlich der Fragen nach der Struktur des Raumes.
Für die Entstehung des ganzen Weltalls nimmt man nach heutigen Erkenntnissen u. a. an, dass hoch verdichtete Materie vor etwa 14 Mrd. Jahren, durch eine Urexplosion (Urknall) bedingt, anfing sich auszubreiten. Andere Forscher (etwa F. Hoyle) nahmen ein in der räumlichen Dichte der Materie zeitlich im Wesentlichen unveränderliches Weltall an; Materie soll im Lauf der Expansion des Weltalls ständig neu erzeugt werden. Jedoch erscheint diese Theorie nach neueren Untersuchungen (vor allem nach Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung) nicht haltbar. Gelegentlich wird auch eine Pulsation des Weltalls angenommen: Die gegenwärtige Expansion könnte später in eine Kontraktion übergehen. Dies bedingt allerdings eine bestimmte Mindestdichte der Materie im Weltall, die nach dem heutigen Stand der Forschung offenbar nicht ganz erreicht wird.
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