Lexikon
Luftaufnahme
Luftbild; Aerofotografiedie fotografische Aufnahme aus Luftfahrzeugen und deren Auswertung. Die erste Luftaufnahme (von Paris 1858) wurde von dem französischen Fotografen Nadar (* 1820, † 1910) von einem Ballon aus aufgenommen. Später erfolgten Luftaufnahmen aus Luftschiffen und Fesselballons, heute vor allem aus Flugzeugen sowie von Satelliten. Automatische Reihenbilder bilden streifenweise das überflogene Gelände ab, normalerweise mit 30% Überdeckung zum vorhergehenden und folgenden Bild sowie zum Nachbarstreifen.
Anwendungsgebiete
Militärische Luftaufklärung; Landesvermessung zur Kartenaufnahme (Bildmessung); Archäologie (Luftbildforschung); Straßen- und Städteplanung; Forstämter (Waldbestand); Geo- und Hydrologie (Bodenschätze Fotogeologie, Wasserläufe und -regulierung). – Angewendet werden Brennweiten von 15 bis 150 cm, bei Satellitenfotos bis 12,7 m; Flughöhen: 30–20 000 m; die Fluggeschwindigkeiten reichen bis jenseits der Schallgeschwindigkeit (1192,7 km/h), hierbei werden Belichtungszeiten bis zu 1/15 000 s verwendet.
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