Lexikon

Meerschweinchen

Caviidae
Familie der Nagetiere Südamerikas mit zwei Unterfamilien: den Eigentlichen Meerschweinchen und den Maras. In den Hochsteppen der Anden lebt neben vielen verwandten Arten das Wildmeerschweinchen (Cavia aperea), aus dem bereits zur Inka-Zeit das zahme Hausmeerschweinchen (Cavia aperea f. porcellus) domestiziert und im 16. Jahrhundert von Holländern nach Europa gebracht wurde. In ihrer Heimat sind Meerschweinchen als Fleischtiere sehr geschätzt. Daher auch der Name: Es sind die „Schweinchen“, die über das Meer kamen. Bei uns werden Hausmeerschweinchen in der wissenschaftlichen Forschung als Versuchstiere genutzt, vor allem aber gehören sie heute zu den beliebtesten Haustieren. Dabei sollten mindestens zwei artgleiche Partner gehalten werden, da eine Einzelhaltung nicht artgerecht im Sinne des Tierschutzgesetzes ist. Hausmeerschweinchen sind Rudeltiere. Allein gehalten entwickeln sie Verhaltensstörungen.
Meerschweinchen
Meerschweinchen
Das Meerschweinchen, Cavia aperea f. porcellus (links), und der Goldhamster, Mesocricetus auratus (rechts), sind beide beliebte Haustiere, werden aber häufig verwechselt. Es ist jedoch nicht schwer, sie auseinander zu halten:
MeerschweinchenGoldhamster
Körperlänge20-25 cm15-20 cm
Schwanzlängesehr kurz1,5 cm
Gestaltgroße, plump gebaute Tiere, Kopf großziemlich schlanke Tiere, Kopf nicht auffallend groß, aber ziemlich breit
Fellweiß/schwarz und/oder braun in verschiedenen Kombinationen, glatt oder kraushaarigoft auffallend goldbrauner Rücken und helle Unterseite
The referenced media source is missing and needs to be re-embedded.
Meerschweinchen
Meerschweinchen
Alle Meerschweinchen haben vierzehige Vorder- und dreizehige Hinterfüße mit kurzen stumpfen Krallen.
Wissenschaft

Heimischer „Mini-Skorpion“ mit Medizin-Potenzial

Er jagt in Wohnräumen die lästigen Bücherläuse und Hausstaubmilben – doch der winzige Bücherskorpion könnte dem Menschen noch auf eine andere Weise nützlich sein, zeigt eine Studie: In seinem Gift stecken Substanzen mit starker Wirkung gegen die sogenannten Krankenhauskeime. Diese Wirkstoffe bieten somit Potenzial für die...

Wissenschaft

Gesichtstemperatur könnte biologisches Alter verraten

Kalte Nase, warme Wangen: Diese Merkmale deuten einer Studie zufolge auf ein höheres biologisches Alter hin. Mit Hilfe eines KI-Modells haben Forschende Wärmebildaufnahmen der Gesichter von mehr als 2800 Personen ausgewertet und festgestellt, dass die Temperaturmuster im Gesicht nicht nur altersabhängig sind, sondern auch...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon