Lexikon
Michelson-Versuch
[
ˈmaikəlsən-; nach A. A. Michelson
]Experiment zur Messung der „Mitführung des Lichts durch den Ätherwind aufgrund der Erdbewegung“. Prinzip des Versuchs: Ein Lichtstrahl wird in zwei Strahlen geteilt. Der eine Teilstrahl durchläuft einen Weg senkrecht zur Erdbewegung; der andere Teilstrahl wird über einen gleich langen Weg geführt, der in der Richtung der Erdbewegung liegt. Das Vorhandensein eines Ätherwinds sollte verschiedene Lichtgeschwindigkeiten auf den beiden Wegen zur Folge haben, die das Interferenzbild bei der Zusammenführung der beiden Teilstrahlen beeinflussen müssten. Der Michelson-Versuch ergab gleiche Lichtgeschwindigkeit für beide Wege. Eine Bewegung der Erde gegen einen Äther ist also nicht nachzuweisen. Dieser negative Ausfall des Experiments ist eine wichtige Grundlage der speziellen Relativitätstheorie.
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