Wissensbibliothek
Wozu brauchen Quallen Tentakel?
Um zu jagen. Gewöhnlich suchen Quallen mit ihren Tentakeln das erreichbare Oberflächenwasser nach Fischen und Krebsen ab, die sie mit ihren stark giftigen, in Batterien auf den Tentakeln angeordneten Nesselkapseln betäuben. Die Nesselkapseln springen bei Berührung einer Sinnesborste auf und schießen in Sekundenbruchteilen kleine harpunenartige, mit Widerhaken versehene Stilette, klebrige oder umwickelnde Fäden oder auch pfeilartige Geschosse mit Nervengift in ihr Opfer bzw. ihren Angreifer. Da sie nur einmal abgeschossen werden können, bilden sich die »Patronen« ständig nach. Ziehen sich die Tentakel zusammen, wird die Beute zur Mundöffnung der Nährpolypen hinaufbefördert. Kommt ein Mensch mit den Tentakeln in Kontakt, können stundenlanges schmerzhaftes Hautbrennen oder sogar Herz-Kreislauf-Beschwerden die Folge sein – selbst bei Berührung toter angeschwemmter Tiere oder Tentakel-Bruchstücken.
Die Tentakel können übrigens beachtliche Längen erreichen: diejenigen der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis) sind bis zu 50 Meter lang.
Leben im Extremen
Am Meeresboden und im Weltraum: Manche Mikroorganismen besiedeln unwirtliche Umgebungen.
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Menschen lebten schon vor 150.000 Jahren im Regenwald
Vor rund 300.000 Jahren entwickelte sich der moderne Mensch in offenen Graslandschaften Afrikas. Von dort breitete er sich in die unterschiedlichsten Lebensräume aus. Dichte Regenwälder galten allerdings bislang als natürliche Barriere für frühe Vertreter unserer Spezies. Doch nun zeigen neu datierte Funde uralter Steinwerkzeuge...