Wissensbibliothek
Was macht das Stück zu einem geistlichen Kunstwerk?
Der permanente Austausch von Lauten und Klängen entspricht genau der geistlichen Textstruktur – was Kritiker allerdings nicht davon abgehalten hat, die Zerstörung des Textes zu monieren. Der »Gesang« besteht aus ständigen Wiederholungen der Versanfänge »Preise den Herrn« beziehungsweise »Jubelt dem Herrn« und stetig wechselnden Subjekten. Auch das Konzept der Raumkomposition, das heißt die Verteilung der Klänge auf fünf um die Zuhörer verteilte Lautsprecher, setzt den Gehalt der Dichtung, der im universalen Lobpreis Gottes besteht, um. Die Komposition ist ein geistliches Kunstwerk von hohem Rang, das in dieser Form allerdings nur außerhalb der Kirche »aufführbar« ist.
Haus unter Strom
Solarzellen an Hausfassaden könnten den gesamten täglich benötigten elektrischen Strom erzeugen. Neue Techniken helfen, das zu verwirklichen – und sie ermöglichen eine attraktive architektonische Gestaltung. von HARTMUT NETZ Seit der Jungsteinzeit vor über 10.000 Jahren, als die Menschen die ersten festen Bauten errichteten, ist...
»Das Standardmodell der Kosmologie muss korrigiert werden«
Die Physikerin Jenny Wagner über die aktuellen Schwierigkeiten, unser Universum zu verstehen. Das Gespräch führte RÜDIGER VAAS Frau Dr. Wagner, Sie sind Hauptautorin eines umfangreichen Übersichtsartikels in der renommierten Fachzeitschrift Classical and Quantum Gravity. Darin geht es um zahlreiche Beobachtungen, die im...