Lexikon
Paläomagnetịsmus
das erdmagnetische Feld in verschiedenen geologischen Zeitabschnitten. Viele Gesteine enthalten magnetische Mineralien der Titanomagnetit- und Hämoilmenitgruppe, die während oder nach ihrer Entstehung magnetisiert wurden, und zwar in Richtung des erdmagnetischen Feldes zu jener Zeit. Die Magnetisierung hat die Eigenschaft, während Millionen von Jahren unverändert zu bleiben, so dass Messungen die Lage der Pole und damit erdmagnetische Felder früherer Erdepochen beschreiben können. Die heutige Polarität des erdmagnetischen Feldes gibt es erst seit knapp 700 000 Jahren. Paläomagnetische Untersuchungen erlauben Aussagen über geologische Probleme wie Umkehrung der geomagnetischen Feldrichtung, Kontinentalverschiebung und tektonische Bewegungen der Erdkruste (Plattentektonik, Seafloorspreading).
Wissenschaft
Parasit zum Medikamenten-Boten umfunktioniert
Er kann ins Gehirn einwandern und dort Nerven manipulieren: Diese berüchtigte Fähigkeit des Erregers der Toxoplasmose könnte sich für die Medizin einsetzen lassen, berichten Forschende: Sie haben den Parasiten Toxoplasma gondii so verändert, dass er Nervenzellen mit komplexen Wirkstoffen beliefern kann, die sich sonst nur schwer...
Wissenschaft
Späte Diagnose
Viele Menschen spüren, wenn etwas mit ihrer Gesundheit nicht stimmt. Aber unnötig spät bekommen sie erst ihre Diagnose, ob HIV oder Krebs. von SUSANNE DONNER Als der 36-jährige Mann aus Berlin auf seiner Zunge ein Knötchen, eine Papel, bemerkt, die immer größer wird, geht er zum Arzt. Er ahnt bereits, dass es um seine Gesundheit...
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