Lexikon

Plattentektọnik

eine geotektonische Theorie, die dynamische Vorgänge in der Lithosphäre wie die Entstehung von Gebirgen, die Bewegungen der Ozeanböden, die Erdbeben- und Vulkanzonen sowie die Kontinentalverschiebung zu erklären versucht. Danach ist die Lithosphäre in mehrere, 100–150 km dicke, verschieden starre Platten (Tafeln, Großschollen) zerlegt, die auf dem zähflüssigen Erdmantel gegeneinander bewegt werden. An den Mittelozeanischen Rücken weichen die Platten auseinander (bis zu 6 cm pro Jahr), wobei aus den Dehnungs-(Trennungs-)Fugen vulkanisches Material aufsteigt, das die ozeanische Kruste ständig ergänzt. Das Wachsen und Auseinanderdriften der Ozeanböden wird durch ein Abtauchen an den stabilen Rändern benachbarter Platten ausgeglichen. Solche Verschluckungszonen (Subduktionszonen) finden sich im Bereich der Tiefseerinnen. Bewegen sich Platten aufeinander zu, so entstehen Gebirge oder vulkanische Inselbögen. Schließlich können sich Platten horizontal aneinander vorbeibewegen (Transform-Störung). Als Motor der Bewegung werden Wärmeströmungen im Erdmantel angenommen. Die Plattentektonik unterscheidet sechs große Platten (afrikanische, amerikanische, antarktische, eurasiatische, indo-australische, pazifische Platte), zwischen die kleinere eingeschaltet sind. Kritische Argumente gegen die Plattentektonik werden insbesondere aus der Sicht der Geologie der Kontinente erhoben.
Tektonik: Plattendrift
Tektonik: Plattendrift
Plattentektonik
Plattentektonik
Das Modell der Plattentektonik nimmt an, dass es im Oberen Mantel Konvektionsströmungen gibt. Unter sich ausdehnenden Plattengrenzen (Mittelozeanischer Rücken in der Grafik) steigt heißes Material auf, während an den Subduktionszonen kälteres Material absinkt.
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Wissenschaft

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