Lexikon

Pseudonm

[
das; griechisch
]
Deckname für Schriftsteller, Schauspieler und Artisten (Künstlername). Pseudonyme werden aus den verschiedensten Gründen gewählt, z. B. aus Familien- und Standesrücksichten, zur Vermeidung von Verwechslungen, des besseren Klangs wegen, zur Irreführung des Publikums, aus Vorsicht bei politischen, satirischen oder erotischen Schriften, in scherzhafter Absicht, oft aus bloßem Spieltrieb.
Pseudonyme gab es schon im Altertum und im Mittelalter. Zur literarischen Mode wurden sie im 16./17. Jahrhundert. Häufig haben die Pseudonyme die bürgerlichen Namen verdrängt, so z. B. bei Molière, Beaumarchais, Jean Paul, Novalis, Lenau, Stendhal, Marlitt, Joachim Ringelnatz, Knut Hamsun, Mark Twain, Maxim Gorkij.
Die Pseudonyme genießen vollen Rechtsschutz nach § 12 BGB. Wer unter einem Pseudonym schreibt, soll nicht durch einen Rechtsstreit gezwungen werden, mit seinem bürgerlichen Namen hervorzutreten; die Rechte des Urhebers können vom Herausgeber wahrgenommen werden.
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