Lexikon
Pseudonỵm
[
das; griechisch
]Deckname für Schriftsteller, Schauspieler und Artisten (Künstlername). Pseudonyme werden aus den verschiedensten Gründen gewählt, z. B. aus Familien- und Standesrücksichten, zur Vermeidung von Verwechslungen, des besseren Klangs wegen, zur Irreführung des Publikums, aus Vorsicht bei politischen, satirischen oder erotischen Schriften, in scherzhafter Absicht, oft aus bloßem Spieltrieb.
Pseudonyme gab es schon im Altertum und im Mittelalter. Zur literarischen Mode wurden sie im 16./17. Jahrhundert. Häufig haben die Pseudonyme die bürgerlichen Namen verdrängt, so z. B. bei Molière, Beaumarchais, Jean Paul, Novalis, Lenau, Stendhal, Marlitt, Joachim Ringelnatz, Knut Hamsun, Mark Twain, Maxim Gorkij.
Die Pseudonyme genießen vollen Rechtsschutz nach § 12 BGB. Wer unter einem Pseudonym schreibt, soll nicht durch einen Rechtsstreit gezwungen werden, mit seinem bürgerlichen Namen hervorzutreten; die Rechte des Urhebers können vom Herausgeber wahrgenommen werden.
Wissenschaft
Denisova-Erbgut könnte Besiedlung Amerikas erleichtert haben
Als die Vorfahren der heutigen amerikanischen Ureinwohner vor vielen tausend Jahren erstmals den neuen Kontinent besiedelten, könnte ihnen eine frühmenschliche Genvariante geholfen haben. Eine Studie zeigt, dass das Immun-Gen MUC19 bei vielen Menschen mit indigener amerikanischer Abstammung in einer Variante vorliegt, die...
Wissenschaft
Die innere Uhr und unser Wohlbefinden
Selbst völlig isoliert vom Rest der Welt haben wir einen Tagesrhythmus. Diese innere Uhr ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann großen Einfluss auf Wohlbefinden, Leistung und Gesundheit haben. Sogar Medikamente können bei Eulen und Lerchen unterschiedlich wirken. Von Elena Bernard Am 27. April 1961 startet der Mediziner...