Lexikon

Reichenau

Insel im Untersee (westlicher Bodensee), durch einen Damm mit dem Ufer verbunden, 4,3 km2, Gemeinde des Landkreises Konstanz, 5000 Einwohner; Gemüseanbau; Fremdenverkehr. – Das Kloster, um 724 gegründet, war vom 8.–11. Jahrhundert eine Pflegestätte mittelalterlicher Kunst und ein Zentrum ottonischer Buchmalerei. Das Münster St. Maria und Markus in Mittelzell (11. Jahrhundert), die ehemalige Hauptkirche des Klosters, bewahrt Schätze mittelalterlicher Gold- und Silberschmiedekunst. Die karolingische Kirche St. Georg in Oberzell (890–896) enthält kostbare Wandmalereien aus ottonischer Zeit. Auch in der 799 gegründeten und vermutlich im 11. Jahrhundert umgebauten Kirche St. Peter und Paul in Niederzell finden sich bedeutende mittelalterliche Wandmalereien (um 1100). Die Kulturlandschaft der Insel Reichenau wurde 2000 zum Weltkulturerbe erklärt.
Illustration eines technischen Bauteils mit blauen und gelben Farbspritzern.
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