Lexikon
Releasinghormone
[riˈli:ziŋ-; englisch + griechisch]
Abkürzung RH; Freisetzungshormone; Liberine; StatineGruppe der Hormone, die von verschiedenen Teilen des Hypothalamus gebildet werden. Releasinghormone werden über Blutgefäße zum Hypophysenvorderlappen transportiert und regen dort die Bildung der glandotropen Hormone an (z. B. Thyreotropin, Somatotropin, gonadotrope Hormone). Andererseits wird durch eine hormonelle negative Rückkopplung die Abgabe der Releasinghormone reguliert. Chemisch sind Releasinghormone Peptidhormone. Zu den Releasinghormonen gehören u. a.: Thyreotropin-RH (Thyreoliberin, Abkürzung TRH), das die Synthese und Ausschüttung des Thyreotropins und die Prolactinabgabe anregt; Gonadotropin-RH (Luteinisierendes Hormon-RH, follikelstimulierendes Hormon-RH, Folliberin, Luliberin, Gonadoliberin, Abkürzung GRH, LRH, FRH), das die Synthese und Abgabe des luteinisierenden Hormons und des follikelstimulierenden Hormons fördert; Corticotropin-Releasinghormon (Abkürzung CRH), das die Synthese und Ausschüttung von Corticotropin (ACTH) anregt. Zu jedem dieser Releasinghormone gibt es zusätzlich ein Hormon, das seine Synthese hemmt.
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