Lexikon
Riesenchromosomen
[-kro-]
Chromosomen aus einem Bündel mit sehr vielen gestreckten, parallel gelagerten Tochtersträngen eines Chromosoms, die während des Kernwachstums durch wiederholte Verdoppelung ohne Zellteilungen entstanden sind (500–16 000 parallele Einzelstränge). Riesenchromosomen finden sich besonders in Speicheldrüsenzellen der Fliegen und Mücken, aber auch in anderen Organen (Fettkörper, Darmepithel) und im Embryosack von Pflanzen. Sie sind für die Vererbungsforschung wegen ihrer Größe und deutlichen Sichtbarkeit besonders wichtig. Die Bandmuster der Riesenchromosomen erlauben in Verbindung mit Kreuzungsexperimenten die genaue Lokalisierung einzelner Gene auf den Chromosomen und somit die Aufstellung von Genkarten.
Wissenschaft
Reise zum Mittelpunkt des Mars
Eine Landesonde hat mit seismischen Wellen das Innere des Roten Planeten durchleuchtet. Ergebnis: In seinem Zentrum ist ein stattlicher Metallkern. von THORSTEN DAMBECK Die rotbraunen Wüsten auf dem Mars wurden schon eingehend erkundet. Doch wie es darunter aussieht, war bisher weitgehend unklar. Die NASA-Sonde InSight, die 2018...
Wissenschaft
Forschung trifft Industrie
Coronapandemie, Krieg in der Ukraine und Klimakrise bedeuten für die Industrie unterbrochene Lieferketten, explodierende Energiepreise und steigende Anforderungen an eine nachhaltige Produktion. Neue Lösungen werden dringend gebraucht. von ANDREA STEGEMANN Über Jahre wirkte die große Industriemesse in Hannover wie ein...