Lexikon
Süßwasserpolỵpen
Hydridaezu den Hydrozoen gehörige, einzeln im Süßwasser lebende Polypen, die niemals Medusen hervorbringen. Alle Arten sind stark regenerationsfähig. Sie können bis zu 30 mm Länge erreichen. Ihr sackförmiger Körper sitzt mit einer Fußscheibe fest und hat einen mit Tentakeln umstellten Mund, in den die mit den Nesselkapseln der Tentakel erbeuteten Tiere (z. B. Wasserflöhe) befördert werden. Hierher gehören Hydra, Protohydra, Pelmatohydra und Chlorohydra, deren grüne Farbe durch Grünalgen erzeugt wird. Diese Algen werden mit den Eiern von Generation zu Generation weitergegeben; sie liefern den Polypen Nahrung.
Süßwasserpolyp (Grauer)
Grauer Süßwasserpolyp
Der Graue Süßwasserpolyp (Hydra oligactis) besitzt dünne, bis zu 25 cm lange Tentakel, auf denen die Ansammlungen der Nesselzellen zu Nesselbatterien als hell leuchtende Punkte erscheinen. Hier vermehrt sich der Polyp gerade durch Knospung.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Süßwasserpolypen: Bauplan
Süßwasserpolypen: Bauplan
Der Längsschnitt durch einen Süßwasserpolypen zeigt den einfachen, typisch zweischichtigen Aufbau aller Hohltiere. Zwischen den Basen der Ektodermzellen bewegen sich noch bildungsfähige Zellen, die etwa auch neue Nesselzellen nachliefern. Der Süßwasserpolyp vermehrt sich durch Knospung, bringt jedoch keine Medusen hervor.
© wissenmedia
Hydra (Grüne)
Grüne Hydra
Die Grüne Hydra ist eines der wenigen Nesseltiere, die ins Süßwasser vorgedrungen sind. Hier vermehrt sie sich gerade vegetativ durch Knospung.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
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