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LEXIKON

TIMSS

Abkürzung für Trends in International Mathematics and Science Study
Zyklus internationaler Schulvergleichsstudien in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften; global geleitet von der „International Association for the Evaluation of Educational Achievement“ (Internationale Vereinigung zur Evaluation von Schulleistungen“, IEA), unterstützt von der deutschen Forschungsgruppe mit den Partnern Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB), Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel (IPN) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Ziel der zyklisch angelegten Studien ist die Erfassung von Tendenzen in den Leistungen von Schülern in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften in bis zu drei verschiedenen Klassenstufen (3./4. Klasse, 7./8. Klasse, 12./13. Klasse). Neben konkreten Daten zu den Mathematik- und naturwissenschaftlichen Leistungen werden auch Hintergrundinformationen über Unterricht, Lehrer, Schulen u. a. ermittelt. Erhebungen fanden bereits 1995, 1999, 2003 und 2007 statt, wobei sich Deutschland nicht an allen Studien beteiligte. Aufsehen erregten die 1997/98 nach der ersten Teilnahme veröffentlichten Ergebnisse, nach denen deutsche Schüler nur durchschnittliche Kenntnisse in Rechnen und Naturwissenschaften aufwiesen. Die Studie war Auslöser für verschiedene Reformen, die die Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts steigern sollten, u. a. 1998/99 mit Start des Reform-Programms Sinus, das die Schüler mittels lebensnaher und kreativer Lernformen für diese Fächer begeistern soll. An der TIMSS-Studie 2007, an der ca. 40 Staaten teilnahmen, beteiligte sich Deutschland nur mit einer Grundschulstichprobe (Schüler der 4. Klassen aus zufällig ausgewählten 268 Grund- und 6 Förderschulen). Die überwiegend positiven Ergebnisse wurden im Dezember 2008 publiziert.
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