Lexikon
Weltbevölkerung
Gesamtzahl der auf der Erde lebenden Menschen (6,1 Mrd.). Während die Bevölkerungszahl in den Industrieländern nur sehr langsam wächst und mancherorts sogar abnimmt, steigt sie in den Entwicklungsländern rapide an. Die bevölkerungsreichsten Länder sind China mit 1,2 Milliarden und Indien mit etwas über einer Milliarde Menschen.
Um 1900 lebten ca. 1,6 Milliarden Menschen auf der Erde, bis zum Jahr 1960 wurden 3 Milliarden gezählt, 1987 stieg die Bevölkerungszahl auf 5 Milliarden und im Herbst 2000 wurde die 6-Milliarden-Marke überschritten. Bei der jetzigen Entwicklung wächst die Weltbevölkerung alle 12–15 Jahre um eine Milliarde, so dass Prognosen zufolge 2050 gut 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Obwohl die Wachstumsrate heute auf 1,2% zurückgegangen ist, bedeutet dies immer noch eine Zunahme von rund 77 Mio. Menschen pro Jahr. Das anhaltende Bevölkerungswachstum führt vor allem in den Entwicklungsländern zu einer sprunghaft ansteigenden Verstädterung, insbesondere zum weiteren Ausufern der Riesenstädte. Gleichzeitig ist bei zurückgehenden Geburtenziffern eine Alterung der Gesellschaft feststellbar – zunächst nur in den Industrieländern, später auch in den Entwicklungsländern.
Um den rapiden Anstieg der Weltbevölkerung bewältigen zu können, wurde 1994 auf der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo ein Aktionsplan verabschiedet, zu dessen Maßnahmen u. a. eine umfangreiche Familienplanung mit Aufklärungsarbeit und Empfängnisverhütung sowie der Ausbau von Bildungschancen und Einkommensmöglichkeiten für Frauen und Mädchen zählen.
Kontext
Wissenschaft
Der Schutz der Ozeane
Lange Zeit hielt man die Weltmeere für unverwundbar – doch das sind sie nicht. Die UN-Dekade für Meeresforschung soll den Einigungsprozess der Weltgemeinschaft über Schutzmaßnahmen unterstützen. Von RAINER KURLEMANN Die Ozeane sind das gemeinsame Erbe der Menschheit. Diese Feststellung steht etwas versteckt in Artikel 136 der...
Wissenschaft
Erdrotation mit Quantenverschränkung gemessen
Mit Hilfe verschränkter Quantenteilchen haben Forschende den Einfluss der Erdrotation gemessen. Damit bauen sie eine Brücke zwischen der Quantenmechanik und Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. Für ihr Experiment nutzten die Forschenden den sogenannten Sagnac-Effekt aus. Dieser führt dazu, dass die Rotation der Erde die...
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Himmlische Lichtspiele
Millionen Tote infolge von Antibiotika-Resistenzen prognostiziert
Denisova-Erbgut könnte Besiedlung Amerikas erleichtert haben
Warum manche Menschen keine Freude an Musik empfinden
Zombies wanken durch die Wissenschaft
Starken Keltinnen auf der Spur