Lexikon
Wiechert, Ernst: Missa sine nomine
- Erscheinungsjahr: 1950
- Veröffentlicht: Bundesrepublik Deutschland und DDR
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Missa sine nomine
- Genre: Roman
In dem beim Verlag Rentsch in Erlenbach/Zürich erscheinenden Roman »Missa sine nomine« schildert Ernst Wiechert (* 1887, † 1950) das Schicksal dreier adliger Brüder, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – zwei kommen aus dem Osten, einer kommt aus dem Konzentrationslager – auf ein von US-Amerikanern bewohntes Schloss in Süddeutschland verschlagen werden. Die Struktur des Romans entspricht dem Ritual der Messe mit »Opferung« und »Wandlung«. Der Rückzug der drei Brüder von der gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit, des »unsterblichen« Bösen, und ihre Hinwendung zum »einfachen Leben«, zu einer mystischen Religiosität der »Urzeit« lässt sie nun »die kleine Fahne des Guten« hochhalten.
Wissenschaft
Die Geschichte unserer zweiten Haut
Überreste von Werkzeugen, Figurinen oder Statuen, Schmuckstücken, Fasern und Geweben helfen Wissenschaftlern bei der Rekonstruktion der Frühgeschichte menschlicher Bekleidung, auch wenn diese längst zerfallen ist. von BETTINA WURCHE Egal ob Minusgrade herrschen oder nur ein kühler Abendwind weht– in fast allen Regionen der Erde...
Wissenschaft
Die Müllabfuhr im Kopf
Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...