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LEXIKON

Würzburg

bayerische kreisfreie Stadt in Unterfranken, am Main, 135 000 Einwohner; Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Unterfranken. Im 2. Weltkrieg wurde Würzburg stark zerstört. Die meisten historischen Baudenkmäler sind erhalten oder wieder aufgebaut; romanischer Dom (11.13. Jahrhundert), Barockkirchen, Residenz (18. Jahrhundert; Hauptwerk B. Neumanns; Weltkulturerbe seit 1981) mit berühmtem Treppenhaus und Hofgarten, ehemalige Festung Marienberg mit Mainfränkischem Museum (Werke von T. Riemenschneider u. a.), Martin-von-Wagner-Museum, Käppele (Wallfahrtskirche von B. Neumann); Universität (1582), Hochschule für Musik, Fachhochschule; Mainfranken Theater; Handels- und Dienstleistungszentrum; Maschinenbau, Metallverarbeitung, Nahrungsmittel-, Druck- und Bauindustrie, Brauerei; Mittelpunkt des fränkischen Weinbaus und Weinhandels; Hafen, Verkehrsknotenpunkt. Landkreis Würzburg: 968 km2, 160 000 Einwohner.
Würzburg: Stadtwappen
Stadtwappen
Würzburg: Festung Marienberg
Festung Marienberg
Die ehemalige Festung Marienberg am Ufer des Mains dient heute als Museum.

Geschichte

Als befestigter Platz Virteburch erstmals 704 erwähnt; im 7./8. Jahrhundert Zentrum des fränkisch-thüringischen Herzogtums; seit 741/42 (Bonifatius) Bischofssitz; durch eine Urkunde König Konrads II. von 1030 wurden die Bischöfe Herren der Stadt, die, seit 1168 auch Herzöge von Franken, eine Landesherrschaft aufrichteten. Unter den Fürstbischöfen J. Echter von Mespelbrunn und J. P. von Schönborn wurden die Gegenreformation und eine Neuordnung des Hochstifts durchgeführt, das im 18. Jahrhundert unter den Schönborns seine Glanzzeit erlebte. 1803 wurde es säkularisiert, 18061814 war Würzburg Großherzogtum. 1814 wurde es endgültig bayerisch, das Bistum wurde 1817 erneuert und der Kirchenprovinz Bamberg unterstellt.
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