Lexikon

Zisterzinser

lateinisch Sacer Ordo Cisterciensis, Abkürzung SOCist, auch Bernhardiner
Vyšší Brod: Zisterzienserkloster
Vyšší Brod: Zisterzienserkloster
Das Zisterzienserkloster in der südböhmischen Stadt Vyšší Brod wurde 1259 gegründet.
katholischer Mönchsorden, als Reformbewegung aus dem Benediktinerorden hervorgegangen, 1098 von Robert von Molesme im Stammkloster Cîteaux gegründet; durch Bernhard von Clairvaux wesentlich gefördert; päpstliche Approbation 1119. Der Zisterzienserorden zeichnete sich anfangs durch besondere Strenge und Einfachheit in der Lebensweise aus; vorbildliche Bodenbewirtschaftung führte bald zu großem Reichtum. Die Zisterzienser waren maßgeblich an der Kultivierung und Christianisierung der Slawenländer östlich der Elbe beteiligt, verloren aber bis zum 19. Jahrhundert den größten Teil ihres Besitzes. Heute sind die Zisterzienser hauptsächlich in Seelsorge und Unterricht tätig. An der Spitze des Ordens steht der Generalabt, Sitz: Rom. Zu den bekanntesten deutschen Zisterzienserklöstern gehören das Priorat Birnau und die Abteien Marienstatt im Westerwald und Himmerod. Ordenskleid: weiß mit schwarzem Skapulier und Cingulum.
Weiblicher Ordenszweig: Zisterzienserinnen, seit etwa 1125. Aus einer Reformbewegung der Zisterzienser gingen die Trappisten hervor.
Im Eis sind Mammutleichen gut konserviert (Illustration). ©Colossal Biosciences
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