Lexikon
Backsteingotik
Gattungs- und Stilbezeichnung für die aus Backstein errichteten Bauwerke der Gotik, besonders angewendet auf die Profan- und Sakralbauten des 14. und 15. Jahrhunderts im nord- und ostdeutschen Raum (Schleswig, Mecklenburg, Pommern, Mark Brandenburg, Ordensland Preußen) und in Skandinavien. Für die Backsteingotik sind geschlossene Mauern sowie Netz- und Sterngewölbe typisch. Hauptdenkmäler der deutschen Backsteingotik: Lübeck, Marienkirche und Katharinenkirche; Doberan, Zisterzienserkirche; Schwerin, Dom; die Marienkirchen in Greifswald, Frankfurt (Oder) und Danzig; Marienburg. Großen Anteil an der Verbreitung der Bauformen der Backsteingotik hatten Hanse, Deutschritterorden und Zisterzienser. Backsteinbau.
Lübeck: Holstentor
Holstentor
Das Holstentor, eines der mächtigen Stadttore der Hansestadt Lübeck, wurde 1478 vollendet. Hinter dem Holstentor sieht man die Türme der Marienkirche (links) und die der Petrikirche (rechts).
© mev, Augsburg
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