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Chorea
Erkrankung des sog. extrapyramidalen Systems im Gehirn, die zunächst nur mit Störungen der Bewegung einhergeht. Die Betroffenen zucken oder schlagen plötzlich ungewollt und nicht kontrollierbar mit Armen oder Beinen; diese Muskelbewegungen betreffen manchmal nur das Gesicht. In Ruhe ist die Muskulatur eher locker als angespannt. Eine sehr schwere Form der Chorea ist die autosomal dominant erbliche Chorea major oder Chorea Huntington: Die Krankheit manifestiert sich meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und ist mit fortschreitender Demenz und schweren psychischen Störungen verbunden. Bei der Chorea minor oder Chorea Sydenham hingegen handelt es sich um die Folge einer Streptokokken-Infektion; sie betrifft eher Kinder und Jugendliche, vor allem Mädchen. Andere Choreaformen können während der Schwangerschaft, im Alter oder bei Durchblutungsstörungen des Gehirns auftreten. Eine Heilung ist bisher nicht möglich; die Behandlung richtet sich an den Symptomen aus.
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Wissenschaft
Neuer Ansatz für die künstliche Photosynthese
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