Gesundheit A-Z
Guillain-Barré-Syndrom
multifokale Entzündung der Nervenwurzeln (Polyneuritis), deren Ursache unklar ist. Diskutiert werden Infektionen mit Viren und Bakterien als Auslöser. Auch eine Störung des Immunsystems könnte ursächlich beteiligt sein. Die insgesamt seltene Erkrankung bricht meist zwei bis drei Wochen nach einer Infektion auf. Den neurologischen Symptomen gehen uncharakteristische Allgemeinsymptome mit Missempfindungen in Armen oder Beinen voraus. Später entwickeln sich Schmerzen und meist symmetrisch angeordnete, aufsteigende Lähmungen, die auch zur Beeinträchtigung der Atemmuskulatur und Muskelatrophien sämtlicher Versorgungsgebiete der betroffenen Nerven führen können. Im Liquor zeigt sich eine Eiweißvermehrung bei normaler Zellzahl. Die Erregungsleitung der betroffenen Nerven ist vermindert. Therapeutisch werden Plasmapherese und Immunglobuline eingesetzt, trotzdem bleiben ca. 15% der Betroffenen gelähmt.
Wissenschaft
Tierisches Leben unter dem Meeresboden
Unter der Lavakruste des Meeresbodens rund um hydrothermale Schlote tummelt sich mehr Leben als bislang angenommen. In Hohlräumen der Kruste haben Forschende zahlreiche Meerestiere entdeckt, darunter ausgewachsene sesshafte Röhrenwürmer sowie mobile Tiere wie Würmer und Schnecken. Die Entdeckung deutet auf bisher unbekannte...
Wissenschaft
Ur-Reptilien schon vor 355 Millionen Jahren
In Australien haben Forschende fossile Klauenabdrücke entdeckt, die ein neues Licht auf die Evolution der Landwirbeltiere werfen. Demnach entstand die Tiergruppe der Amnioten, zu der Reptilien, Vögel und Säugetiere zählen, wahrscheinlich mindestens 35 Millionen Jahre eher als angenommen. Untermauert wird der Befund von weiteren...
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