Gesundheit A-Z

IgA

Abk. für Immunglobulin A. Gruppe von Immunglobulinen, die den überwiegenden Teil der in den Körpersekreten (Speichel, Tränenflüssigkeit, Nasen-, Bronchial-, Urogenital- und Verdauungssekrete, Schweiß) vorhandenen Antikörper ausmachen, aber auch im Blutserum in relativ hoher Konzentration vorhanden sind (15 bis 20% aller Immunglobuline im Serum). IgA liegt im Serum meist als Monomer, in den Sekreten als Dimer vor, d. h. zwei IgA-Moleküle bilden eine funktionelle Einheit. Die Hauptaufgabe des IgA ist der Schutz exponierter Oberflächen vor Mikroorganismen; sie werden durch IgA agglutiniert (verklumpt), um sie unschädlich zu machen. Das aggregierte IgA bindet dann an neutrophile Granulozyten, die die Mikroorganismen per Phagozytose aufnehmen und zerstören. Die Funktion des Serum-IgA ist unbekannt. Da die körpereigene Produktion von IgA erst nach der Geburt einsetzt, muss es zunächst über die Muttermilch zugeführt werden. Im Darm des Säuglings schützt es die Schleimhautoberfläche vor Bakterien und Viren.
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