Gesundheit A-Z
Antikörper
Abk. Ak, Protein, sog. Immunglobulin, das von bestimmten Zellen des Immunsystems (B-Lymphozyten und Plasmazellen) gebildet wird und speziell gegen ein Antigen gerichtet ist. Antikörper weisen chemisch stets die gleiche Grundstruktur aus zwei sog. schweren und zwei leichten Eiweißketten auf, an deren variablen Abschnitten sich mehrere Bindungsstellen für Antigene befinden können. Antikörper werden in fünf Gruppen eingeteilt: Immunglobuline der Klassen IgM, IgG, IgA, IgD und IgE. Diese haben unterschiedliche Aufgaben im Körper; insgesamt vermitteln sie jedoch die sog. humorale Immunantwort des Körpers - im Gegensatz zur zellulären Antwort, die Immunzellen übernehmen. Antikörper binden sich an körperfremde Antigene oder auch körpereigene, entartete Zellen (z. B. Tumorzellen), was zu deren Vernichtung führt. Während solche Antikörper als komplett bezeichnet werden, sind inkomplette Antikörper solche, die sich nur an das Antigen binden, ohne Folgereaktionen auszulösen. Einige Antikörper binden sich auch an Mastzellen und regen damit die Freisetzung von Überträgerstoffen an. Letzteres wirkt sich - z. B. bei einer allergischen Reaktion - nachteilig auf den Menschen aus; ungünstig bzw. krankheitsauslösend sind Antikörper ebenfalls bei Autoimmunkrankheiten oder einer Abstoßungsreaktion gegen ein Transplantat. Gegen Antigene gebildete Antikörper bleiben im Körper lange bestehen und lassen sich nachweisen, um z. B. eine Immunität gegenüber einer bestimmten Krankheit oder den Erfolg einer Impfung festzustellen (Antikörpertiter). Zur Diagnostik und Behandlung verschiedener Erkrankungen dienen monoklonale Antikörper, die von gentechnisch hergestellten hochspezifischen Plasmazellen gebildet werden. Polyklonale Antikörper werden dagegen von verschiedenen Plasmazellen gebildet und haben Bindungsstellen, die gegen mehrere Merkmale eines Antigens gerichtet sind. Auch ANA (antinukleäre Antikörper).
Wissenschaft
Nervenzellen unserer Haut sind vielseitiger als gedacht
Mindestens 16 verschiedene Typen an Nervenzellen kommen in unserer Haut vor. Zusammen bilden sie den menschlichen Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn. Doch entgegen der bisherigen Annahme ist nicht ein spezialisierter Zelltyp für Schmerz und ein anderer für Berührungen, Kälte oder Hitze verantwortlich – vielmehr reagieren die...
Wissenschaft
Wie Entwaldung das Amazonasgebiet austrocknet
Der Amazonas-Regenwald hat einen wichtigen Einfluss auf das weltweite Klima. Die Bäume binden nicht nur große Mengen CO2, sondern tragen durch die Verdunstung an ihren Blättern auch entscheidend zum Wasserkreislauf bei. Doch durch den Klimawandel und weitreichende Rodungen ist die grüne Lunge unseres Planeten gefährdet....
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die Champions vom Rhein
Zurück zu den Ursprüngen
Klonen für den Arterhalt
Aus Alt mach Neu
Beteigeuzes kleiner Bruder
Blutgruppen unserer Vorfahren entschlüsselt
