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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Effeff

ausschließlich in der Wendung etwas aus dem Effeff können gebräuchlich, ist das Substantiv wahrscheinlich eine Bildung aus der älteren Abkürzung ff. für die Pandekten (auch Digesten), die überlieferten römischen Gesetzestexte; ff ist hier eine Umdeutung eines durchgestrichenen Π
[Info]
Effeff
Die Redewendung etwas aus dem Effeff beherrschen, die so viel bedeutet wie „etwas gründlich können“, wird auf dreierlei Art hergeleitet. Der erste Ansatz sieht darin einen Begriff aus der Kaufmannssprache. Seit dem 17. Jahrhundert weist man Waren je nach Qualität ein f für italienisch fino „fein“ oder ein ff für finissimo „sehr fein“ zu. Der zweite nimmt an, dass das ff vom italienischen fortissimo abzuleiten ist, das in der Musikterminologie „sehr laut zu spielen“ bedeutet. Der dritte und wahrscheinlichste sieht den Ausgangspunkt im Mittelalter, in dem die Glossatoren italienische Rechtsgelehrte Sprüche des römischen Rechts, die sogenannten Pandekten, mit dem griechischen Buchstaben pi (Π) kennzeichneten. Zog man die senkrechten Striche über den waagerechten Balken hinaus, ergab sich ein eng geschriebenes ff. Diese Kennzeichnung wurde in der Folgezeit bis ins 18. Jahrhundert hinein verwendet. Aus dem ff schöpften die früheren Juristen ihr Wissen, denn die Pandekten galten als sicher und zuverlässig.
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