Wahrig Herkunftswörterbuch

Grobian
1494 hielt der Humanist Sebastian Brant in den satirischen Versen des Narrenschiffs seiner Zeit den Spiegel vor, die er als verroht und im Niedergang begriffen empfand. Zum Schutzpatron der unmanierlichen Schlemmer bestimmte er dabei den heiligen Grobianus. Der einen „Menschen ohne Anstand und Feingefühl“ beschreibende Begriff Grobianus war erst kurz zuvor (wahrscheinlich 1482) entstanden. Während manche darin eine Übersetzung des
lat.
rusticus „grober Bauer“ sehen, leiten andere das Wort von dem Adjektiv grob her. Was Brant nicht ahnte, war, dass er eines der Hauptwerke des Grobianismus verfasst hatte. Diesen Namen gab man der literarischen Gattung nämlich erst nach 1551. Er rührt von Caspar Scheidts deutscher Übersetzung der von Friedrich Dedekind 1549 auf Lateinisch verfassten Satire Grobianus her.
Mikroskopieaufnahme der Poren auf einem Blatt
Wissenschaft

Pflanzen können bis sechs zählen

Je nachdem wie nass oder trocken es ist, passen Pflanzen ihren Wasserverbrauch an, indem sie über ihre Poren auf den Blättern mehr oder weniger Wasser verdunsten lassen. Bestimmte Umweltreize zeigen ihnen Wassermangel an, woraufhin die Pflanzen ihre Poren schließen. Dabei zählen und verrechnen sie aufeinanderfolgende Umweltreize...

Wale tauchen aus Wasser auf, sprühen Wasser in die Luft vor einer bewaldeten Bergkulisse.
Wissenschaft

Atme!

Die Luft aus der Umgebung muss in den Körper. Diesen Übergang hat die Evolution unterschiedlich gestaltet. Von BETTINA WURCHE Der Begriff Atmung bezeichnet den Gasaustausch in Lebewesen zur Energiegewinnung. Bei Tieren, vielen Pilzen sowie den aeroben Mikroorganismen ist es das Sauerstoffgas, das die Kette von chemischen...

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